Ein vielseitiger Begleiter für Haut und Aromatherapie
Hanföl zählt zu den interessantesten Pflanzenölen der Naturkosmetik. Gewonnen aus den Samen des Nutzhanfs (Cannabis sativa), überzeugt es durch seine außergewöhnliche Fettsäurezusammensetzung und seine leichte, angenehm einziehende Textur. Anders als häufig vermutet enthält kaltgepresstes Hanfsamenöl weder berauschende Wirkstoffe noch nennenswerte Mengen an Cannabinoiden – stattdessen schenkt es der Haut wertvolle ungesättigte Fettsäuren und natürliche Pflanzenstoffe.
Sein grünlicher Farbton und der leicht nussige Duft verleihen Hanföl einen unverwechselbaren Charakter. In der Hautpflege wird es besonders für empfindliche, trockene oder aus dem Gleichgewicht geratene Haut geschätzt. Gleichzeitig eignet es sich hervorragend als Trägeröl für ätherische Öle, wenn ein leichtes, schnell einziehendes Basisöl gefragt ist.
Steckbrief
- Deutscher Name: Hanföl (Hanfsamenöl)
- Botanischer Name: Cannabis sativa
- Pflanzenfamilie: Hanfgewächse (Cannabaceae)
- Gewinnung: Kaltpressung der Hanfsamen
- Farbe: Hellgrün bis dunkelgrün
- Duft: Mild, nussig, leicht krautig
- Konsistenz: Leicht bis mittelflüssig
- Einziehverhalten: Zieht schnell ein und hinterlässt kaum einen Fettfilm.
- Haltbarkeit: Etwa 6–9 Monate nach dem Öffnen. Aufgrund seines hohen Anteils mehrfach ungesättigter Fettsäuren sollte Hanföl kühl und lichtgeschützt gelagert werden.
Woher stammt Hanföl?
Nutzhanf gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Bereits vor mehreren tausend Jahren wurde er in Asien angebaut und später auch in Europa geschätzt – nicht nur wegen seiner Fasern, sondern auch wegen seiner nährstoffreichen Samen.
Für hochwertiges Hanföl werden ausschließlich die reifen Samen verwendet. Sie enthalten keine berauschenden Bestandteile und werden nach der Ernte schonend kalt gepresst. So bleiben die empfindlichen Fettsäuren und natürlichen Begleitstoffe weitgehend erhalten.
Die besonderen Inhaltsstoffe
Die Besonderheit von Hanföl liegt vor allem in seinem ausgewogenen Fettsäureprofil.
Linolsäure (Omega-6)
Mit rund 50 bis 60 Prozent bildet sie den größten Anteil. Sie unterstützt die natürliche Hautbarriere und trägt dazu bei, Feuchtigkeit in der Haut zu bewahren.
Alpha-Linolensäure (Omega-3)
Etwa 15 bis 25 Prozent entfallen auf diese essentielle Fettsäure. Gemeinsam mit der Linolsäure ergibt sich ein Verhältnis, das dem Bedarf der menschlichen Haut sehr nahekommt.
Gamma-Linolensäure (GLA)
Hanföl gehört zu den wenigen Pflanzenölen, die von Natur aus Gamma-Linolensäure enthalten. Diese Fettsäure macht Hanföl in der Naturkosmetik besonders interessant.
Ölsäure
Sie sorgt für Geschmeidigkeit und unterstützt ein angenehm weiches Hautgefühl.
Vitamin E
Natürliches Tocopherol schützt die empfindlichen Fettsäuren vor Oxidation und trägt gleichzeitig zum Schutz der Haut vor oxidativem Stress bei.
Phytosterole
Diese pflanzlichen Begleitstoffe werden für ihre hautpflegenden Eigenschaften geschätzt und unterstützen die natürliche Hautbarriere.
Für welche Haut eignet sich Hanföl?
Durch seine leichte Textur eignet sich Hanföl für viele Hauttypen.
Besonders empfohlen wird es für:
- empfindliche Haut
- trockene Haut
- feuchtigkeitsarme Haut
- normale Haut
- Mischhaut
- reife Haut
- zu Unreinheiten neigende Haut
Gerade weil Hanföl schnell einzieht und keinen schweren Film hinterlässt, wird es häufig auch für die Gesichtspflege verwendet.
Hanföl in der Aromatherapie
Hanföl ist ein modernes Trägeröl für die Aromatherapie. Es verbindet eine leichte Konsistenz mit einer außergewöhnlich hochwertigen Zusammensetzung und eignet sich hervorragend für Gesichtsöle, Körperöle und Massageanwendungen.
Da sein Eigenduft nur dezent wahrnehmbar ist, harmoniert es mit zahlreichen ätherischen Ölen und verändert deren Duftprofil kaum.
Wofür eignet sich Hanföl?
Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig:
- Gesichtsöl
- Körperpflege
- Massageöl
- Haarpflege
- Bartpflege
- Handpflege
- DIY-Naturkosmetik
- Körperöle
- Aromapflegemischungen
- leichte Roll-on-Mischungen
Welche ätherischen Öle passen besonders gut?
Hanföl harmoniert besonders schön mit:
- Lavendel
- Weihrauch
- Copaiba
- Atlaszeder
- Geranie
- Rosengeranie
- Sandelholz
- Kamille römisch
- Patchouli
- Neroli
Interessant zu wissen
Nutzhanf erlebt seit einigen Jahren eine Renaissance. Während früher vor allem seine robusten Fasern genutzt wurden, rücken heute zunehmend auch die wertvollen Samen in den Mittelpunkt. Aus ihnen entsteht ein Pflanzenöl, das aufgrund seiner ausgewogenen Fettsäurezusammensetzung zu den interessantesten Basisölen der modernen Naturkosmetik zählt.
Wichtig zu wissen: Hanfsamenöl wird ausschließlich aus den Samen gewonnen und besitzt keine berauschende Wirkung.
Oilando-Tipp
Wenn du ein leichtes Trägeröl suchst, das schnell einzieht und sich angenehm auf der Haut anfühlt, ist Hanföl eine hervorragende Wahl. Besonders in Kombination mit Lavendel, Weihrauch oder Geranie entstehen daraus wunderbar ausgewogene Aromapflegemischungen für Gesicht und Körper.
Auf einen Blick
| Eigenschaft | Bewertung |
|---|---|
| Hautgefühl | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
| Für empfindliche Haut | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
| Für Gesichtspflege | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
| Für Massage | ⭐⭐⭐⭐☆ |
| Für DIY-Kosmetik | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
| Für Roll-ons | ⭐⭐⭐⭐☆ |
| Einziehgeschwindigkeit | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
| Oxidationsstabilität | ⭐⭐⭐☆☆ |




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