Ein bewährter Klassiker für Hautpflege und Massage

Sesamöl gehört zu den ältesten bekannten Pflanzenölen der Welt. Bereits vor mehreren tausend Jahren wurde es in Indien, China und dem Nahen Osten geschätzt – sowohl als Lebensmittel als auch zur Körperpflege. Bis heute spielt es insbesondere im Ayurveda eine bedeutende Rolle und gilt dort als eines der wichtigsten Massageöle überhaupt.

Gewonnen aus den Samen des Sesams (Sesamum indicum), überzeugt Sesamöl durch seine ausgewogene Zusammensetzung, seine gute Hautverträglichkeit und seine vielseitigen Einsatzmöglichkeiten. Es zieht angenehm ein, pflegt die Haut geschmeidig und eignet sich hervorragend als Trägeröl für ätherische Öle.

Durch seine natürliche Stabilität und den mild-nussigen Duft gehört Sesamöl zu den klassischen Basisölen der Aromatherapie und findet sowohl in Massageölen als auch in der täglichen Hautpflege Verwendung.

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Steckbrief

  • Deutscher Name: Sesamöl
  • Botanischer Name: Sesamum indicum
  • Pflanzenfamilie: Sesamgewächse (Pedaliaceae)
  • Gewinnung: Kaltpressung der Sesamsamen
  • Farbe: Hellgelb bis goldgelb
  • Duft: Mild, leicht nussig
  • Konsistenz: Leicht bis mittelflüssig
  • Einziehverhalten: Zieht gut ein und hinterlässt ein angenehm geschmeidiges Hautgefühl.
  • Haltbarkeit: Etwa 12–18 Monate nach dem Öffnen.

Woher stammt Sesamöl?

Sesam zählt zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Sein Ursprung wird in Indien und Afrika vermutet. Heute wird die Pflanze vor allem in Indien, China, Myanmar, Sudan und verschiedenen Ländern des Mittelmeerraums angebaut.

Nach der Ernte werden die Samen schonend kalt gepresst. Für die Aromatherapie und Naturkosmetik wird überwiegend kaltgepresstes, ungeröstetes Sesamöl verwendet, da hierbei die wertvollen Begleitstoffe erhalten bleiben.


Die besonderen Inhaltsstoffe

Sesamöl zeichnet sich durch eine ausgewogene Kombination verschiedener Fettsäuren und natürlicher Antioxidantien aus.

Linolsäure (Omega-6)

Mit etwa 40 bis 50 Prozent trägt sie zur Unterstützung der natürlichen Hautbarriere bei und hilft, die Haut geschmeidig zu halten.

Ölsäure (Omega-9)

Sie macht rund 35 bis 45 Prozent der Fettsäuren aus und unterstützt ein weiches, gepflegtes Hautgefühl.

Palmitin- und Stearinsäure

Diese gesättigten Fettsäuren verleihen dem Öl Stabilität und ergänzen seine pflegenden Eigenschaften.

Sesamol und Sesamin

Diese natürlichen Begleitstoffe sind typisch für Sesamöl und tragen zu seiner bemerkenswerten Oxidationsstabilität bei. Sie gehören zu den Gründen, weshalb Sesamöl deutlich länger haltbar ist als viele andere Pflanzenöle.

Vitamin E

Natürliches Tocopherol schützt sowohl das Öl als auch die Haut vor oxidativem Stress.


Für welche Haut eignet sich Sesamöl?

Sesamöl ist vielseitig einsetzbar und eignet sich besonders für:

  • normale Haut
  • trockene Haut
  • reife Haut
  • strapazierte Haut
  • feuchtigkeitsarme Haut
  • anspruchsvolle Haut

Durch seine ausgewogene Zusammensetzung wird es häufig für Ganzkörpermassagen verwendet.


Sesamöl in der Aromatherapie

Sesamöl gehört zu den traditionellen Trägerölen der Aromatherapie. Besonders in entspannenden oder wärmenden Massageölen wird es seit vielen Jahren eingesetzt.

Im Ayurveda dient Sesamöl häufig als Basis für sogenannte Abhyanga-Massagen – eine Form der Ganzkörpermassage mit warmem Öl. Auch in der westlichen Aromatherapie wird es wegen seiner guten Hautverträglichkeit und seiner angenehmen Gleitfähigkeit geschätzt.


Wofür eignet sich Sesamöl?

Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig:

  • Körperpflege
  • Massageöl
  • Gesichtsöl
  • Handpflege
  • Fußpflege
  • Haarpflege
  • DIY-Naturkosmetik
  • Badeöle
  • Aromapflegemischungen

Welche ätherischen Öle passen besonders gut?

Sesamöl harmoniert besonders schön mit:

  • Ingwer
  • Lavendel
  • Weihrauch
  • Orange
  • Mandarine
  • Atlaszeder
  • Sandelholz
  • Patchouli
  • Rosmarin
  • Ylang-Ylang

Interessant zu wissen

Im Ayurveda gilt Sesamöl seit Jahrtausenden als das klassische Massageöl schlechthin. Aufgrund seiner angenehmen Gleitfähigkeit und seiner ausgewogenen Zusammensetzung wird es dort traditionell für tägliche Einreibungen und Massagen verwendet.

Die natürliche Stabilität des Öls verdankt Sesam seinen besonderen Pflanzenstoffen Sesamol und Sesamin – Stoffe, die nur in wenigen Pflanzen vorkommen und Sesamöl außergewöhnlich widerstandsfähig gegen Oxidation machen.


Oilando-Tipp

Wenn du gerne Massageöle selbst mischst, ist Sesamöl eine wunderbare Basis. Es verteilt sich angenehm auf der Haut, zieht nicht zu schnell ein und bietet dadurch genügend Zeit für eine entspannende Massage. Besonders harmonisch wirken Duftmischungen mit Lavendel, Orange oder Weihrauch.


Auf einen Blick

Eigenschaft Bewertung
Hautgefühl ⭐⭐⭐⭐⭐
Für empfindliche Haut ⭐⭐⭐⭐☆
Für Gesichtspflege ⭐⭐⭐⭐☆
Für Massage ⭐⭐⭐⭐⭐
Für DIY-Kosmetik ⭐⭐⭐⭐⭐
Für Roll-ons ⭐⭐⭐⭐☆
Einziehgeschwindigkeit ⭐⭐⭐⭐☆
Oxidationsstabilität ⭐⭐⭐⭐⭐

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